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Beschreibungen HipHop: Die Geschichte der HipHop-Bewegung in Deutschland Kostenloses Ebook
Längst ist HipHop in Deutschland allgegenwärtig: in Funk, Fernsehen, Film, Mode, der Boulevardpresse und im klassischen Feuilleton. Und nirgendwo sonst sind Missverständnisse, Unwissen und Vorurteile größer. Dieses Buch schreibt die Geschichte der einflussreichsten Jugendbewegung. Rapper und HipHopper der ersten Stunde kommen erstmals in einem solchen Rahmen zu Wort. Die Vielfalt der Stimmen zeigt: Eine einzig wahre HipHop-Historie gibt es nicht. HipHop ist Poesie und Pop, Kunst und Schmiererei, Kreativität und Stumpfsinn. HipHop ist aufklärerisch und reaktionär, gewaltfrei und zerstörerisch _ alles zu seiner Zeit, alles zur selben Zeit. Das Buch spiegelt diese Vielfalt wider: als Reader für Fans, Fundgrube für Journalisten, Schatzkästchen für HipHopper und kritisch aufgearbeitete Story der Bewegung _ und natürlich als ganz persönliche Hommage an diese große Kultur.Wer die Hintergründe und Zusammenhänge der HipHop-Kultur verstehen will, findet heutzutage schier endlose Informationsmöglichkeiten. Dass das nicht immer so war, weiß mittlerweile jeder, aber: wie war es denn eigentlich? Nicht nur hier in Deutschland, sondern dort, wo alles seinen Anfang nahm, in der Bronx? Anschaulich wird beschrieben, wie die schwarzen Jugendlichen mit Rap, Breakdance und Graffiti ihre Gefühle vehement zum Ausdruck brachten -- und keiner sich dem mehr entziehen konnte.
Als in den Achtzigern die erste grosse Breakdance-Welle nach Deutschland schwappte, brachte sie auch Graffiti und Rap mit, und trotzdem die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland mit den amerikanischen nicht zu vergleichen sind, war der Boden fruchtbar. Wie sich die HipHops der ersten Stunde fanden und was daraus heute geworden ist, wird von den beiden Autoren anhand unzähliger Interviews nachvollzogen. Gesellschaftliche, musikalische und menschliche Askepte werden beleuchtet, allem vorangestellt die Erkenntnis der Autoren, dass das Schreiben über HipHop ein heikles Unterfangen sei: Neutralität ist fast unmöglich, viele Kapitel leben von der persönlichen Erfahrung einzelner, andere spiegeln die individuellen Erlebnisse der Autoren wieder. Doch gerade diese Perspektive der teilnehmenden Beobachtung macht dieses Buch so spannend: Es erhebt nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern lässt dem Leser Raum für eigene Gedanken und Rückschlüsse. Reichhaltig gefüllt ist auch der Anhang des Buches: ein Glossar mit den gängigen Begriffen der HipHop-Kultur fehlt ebensowenig wie eine Diskographie der ersten 200 Platten und eine Bibliografie lesenswerter Bücher zum Thema HipHop. --Ute Springer